Rechtsfolge 25 - Die Polizei im Regiestuhl
Shownotes
Die schweizerische Polizei als Filmregisseurin: In den letzten Jahren haben verschiedene kantonale Polizeistellen vermehrt Imagefilme veröffentlicht. Darin setzt die Polizei ihre tägliche Arbeit stilistisch in Szene, um ihr öffentliches Bild zu beeinflussen.
Wie Polizeiarbeit in diesen Filmen repräsentiert wird und welche Implikationen diese Darstellung mit sich bringen, sind Gegenstand der Rechtsfolge 25.
Um diese Imagefilme der schweizerischen Polizei genauer zu beleuchten, dürfen wir Rechtsanwalt Benjamin Stückelberger bei uns begrüssen.
Benjamin Stückelberger begann seinen juristischen Werdegang an der Universität Bern mit einem Bachelor- und Masterstudium der Rechtswissenschaften. Anschliessend erwarb er an der Universität Oxford seinen Master in Kriminologie und legte danach sein Advokaturexamen im Kanton Basel-Stadt ab. Derzeit doktoriert er am Institut für Strafrecht und Kriminologie der Universität Bern unter der Betreuung von Professorin Ineke Pruin.
Die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Bern: Bluesky: @iusunibe.bsky.social LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/rechtswissenschaftliche-fakultaet-unibe/?viewAsMember=true Kontakt: social.media.rw@unibe.ch
Der Link zum Artikel "Representations of policing in Swiss police image films: Legitimising police forces and drawing the boundaries of membership" : https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/14773708261447206
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00:00:11: Die Schweizerische Polizei als Filmregisseurin.
00:00:15: In den letzten Jahren haben verschiedene kantonale Polizeistellen vermehrt Imagefilme veröffentlicht, darin setzt die Polizei ihre tägliche Arbeit stilistisch ins Zähne um ihr öffentliches Bild zu beeinflussen.
00:00:30: Wie Polizeiarbeit in diesen Filmen repräsentiert wird und welche Implikationen diese Darstellung mit sich bringen sind Gegenstand der heutigen Rechtsfolge.
00:00:41: Um diese Imagefilme der Schweizerischen Polizei genauer zu beleuchten, dürfen wir Errechtsanwalt Benjamin Stuckelberger bei uns begrüßen.
00:00:50: Benjamin Stucckelberger begann seinen juristischen Wertegang an der Universität Bern mit einem Bachelor- und Masterstudium der Rechtswissenschaften.
00:01:00: Anschließend erwarbe er an der University Oxford sein Master in Kriminologie und legte danach seine Advokaturexamen im Kanton Basel statt.
00:01:09: ab Derzeit doktoriert er am Institut für Strafrecht und Kriminalogie der Universität Bern unter der Betreuung von Professorin Inneke Bruin.
00:01:20: Danke haben Sie sich Zeit genommen für dieses Gespräch!
00:01:23: Vielen Dank für die Einladung!
00:01:25: Auch heute befinden sich in der Moderation Die Co-House des Podcasts Rechtsfolge, Noel Stucki und Weronik Schmidt.
00:01:33: Nennen wir doch gleich zu Beginn die wichtigste Begriffsdefinition vorweg.
00:01:38: Ihr Artikel im European Journal of Criminology befasste sich mit den Imagefilmen der Schweizerischen Polizei.
00:01:47: Können Sie uns erläutern, was ein Imagefilm genau ist und wie sich dieser von einer klassischen Werbung unterscheidet?
00:01:55: Sehr gerne!
00:01:57: Imagefilme sind Filme die kommen ursprünglich aus dem Unternehmensmarketing.
00:02:02: Es war in den zwanzig-ohr bis fünftiger Jahren, es waren die in der Schweiz ziemlich groß.
00:02:08: Sie müssen sich auch vorstellen, es gab damals gerade in ländlichen Gebieten, gab es oft keine Möglichkeiten Filme zu schauen und dann haben dort Unternehmen so
00:02:20: ja
00:02:21: Travelling Roadshows, sagt man auf Englisch, organisiert wo sie umherzogen und ihre Imagefilme zeigten.
00:02:30: Das war recht ein Ding.
00:02:31: also.
00:02:31: Forscher haben gesagt Hollywood is to America, Imagefilms are to Switzerland.
00:02:36: Das war wirklich der Weg wie man Filme wahrnehmen konnte in der Schweiz.
00:02:42: Ich denke es ist darum ziemlich verankert bei uns so dieses Konzept des Imagefilmes.
00:02:47: Diese meistens ein bisschen länger als Werbefilmchen aber kürzer als Spielfilme haben oft auch eine narrative Struktur wie Spielfilmen.
00:02:58: Es gibt so Konzepte das die versuchen verschiedene Teile einer Firma darzustellen und ein Produktionsprozess gibt da verschiedene Varianten, aber es soll irgendwie repräsentieren wie eine Organisation funktioniert.
00:03:17: Ab den nineteeninziger Jahren haben dann auch öffentliche Institutionen begonnen solche Filme zu produzieren so auch Polizeiko in der Schweiz die Imagefilme der Polizei in der schweiz Verschiedene Strukturen, es gibt einige die zeigen wirklich so Departement für Departament.
00:03:38: Da wird zuerst die Prävention dargestellt dann irgendwie die Kriminalpolizei dort wird die Analyse, dann die IT-Abteilung.
00:03:47: das wird wirklich durchgerazelt.
00:03:50: Es gibt auch Filme die eher ein bisschen auf Bereiche eingehen oder welche die so einen bis zwei Polizistinnen in einem Arbeitsalltag begleiten wo dann verschiedene Bereiche so durch deren Arbeitsalltag dargestellt wird.
00:04:07: Ich finde, wenn man jetzt mal ein Beispiel macht für einen solchen wie so etwas aussehen kann, finde ich ja ein gutes repräsentatives Beispiel.
00:04:16: denn viel in der Regionalpolizei Lenzburg die haben da am Anfang können Sie sich vorstellen das sind zwei Polizisten also eine Polizistin die im Büro sitzen.
00:04:25: dann kommt ein Notruf dass eine Bank überfallen wurde.
00:04:27: die ziehen ihre ihre Schutzwesten an fahren dorthin, rennen damit die Maschinengewehren raus.
00:04:36: Dann ist das vorbei!
00:04:36: Sie werden interviewt sie geben ihre Einschätzung ja es war ein Fehlalarm.
00:04:40: ob's trotzdem wichtig soll immer ernst sein.
00:04:43: Fahren sie weiter gehen in einen Quartier dort sprechen sie mit einer alten Dame notieren was die ihnen sagt.
00:04:49: sie sagen auch also die Polizisten sagen auch Ja es ist wichtig dass wir da die Meinungen der Bevölkerung mit einbeziehen.
00:04:59: Sie bekommen dann gleich wieder eine Notruf, fahren wieder mit dem Auto weiter.
00:05:03: Jemand hat einen Herztstillstand.
00:05:05: sie packen den Defibrillator aus, beleben den Widow.
00:05:09: Sie sagen dann noch ja wir sind oft als Erste vor Ort weil wir so gut aufgestellt sind regional verankert.
00:05:16: zum Schluss sieht man sich in einem Kindergarten.
00:05:18: dort machen sie Verkehrsaufklärung gehen mit den Kinderkarten Kindern über die Straße üben das ein und im Schluss fährt das Polizeiauto in den Horizont.
00:05:28: Also es gibt da verschiedene Elemente, wir haben so verschiedene Bereiche gezeigt.
00:05:32: Es ist ... Narrativ gibt's eine Struktur, das ist auch oft irgendwie die passende Musik zu der Szene.
00:05:40: also beim Banküberfall ist eher Action geladen dann ist eher eine ruhigere Musik beim Patrollieren.
00:05:45: So hat sich das ein bisschen wie ein Film gemacht.
00:05:48: Ja sehr spannend und auch noch von meiner Seite herzlich willkommen Herr Stückelberg.
00:05:53: ich freue mich sehr dass Sie heute hier sind.
00:05:55: nun sie haben uns jetzt bereits ein bisschen Abgeholt.
00:05:58: habe ich mal, wie diese Filme in der Realität etwas ausschauen können und wirken.
00:06:04: Nun meine Frage ist denn nun an diesen Imagefilmen der Polizei aus wissenschaftlicher Perspektive interessant?
00:06:11: Und wie sind Sie überhaupt auf dieses Aufmerksam geworden?
00:06:16: Ich hatte schon ein bis zwei dieser Imagefilme gesehen, die hatte ich irgendwie gekannt... ...ich weiß auch nicht mehr genau woher als ich meinen Kriminalurgiestudium in Oxford begann.
00:06:28: Im dortigen Forschungsseminar zeigte unsere Professorin uns Videos, die die englische Polizei über sich selbst produziert hatte und meinte Ja das sei mal spannend das für eine Arbeit zu analysieren.
00:06:42: Ich dachte dann sofort an diese Imagefilme der Schweizer Polizei, die ich bereits kannte Und fragte mich ja ob es vielleicht noch mehr davon geben könnte wie man die einordnen könnte?
00:06:55: Und siehe da!
00:06:56: Ich habe alleine in der Deutsch-Schweiz von Polizeibehörden aus immerhin dreizehn Kantonen gefunden.
00:07:03: Ich finde diese Filme sehr spannend zu analysieren, weil sie durch die längere Form ermöglichen es sich den den Polizeibehöden verschiedene Aspekte ihrer Polizeiarbeit darzustellen.
00:07:19: Es ist nicht wie nur ein kleines Filmchen wo von vornherein klar ist dass man sich extrem beschränken muss.
00:07:25: aber ein Imagefilm kann Grundsätzlich unbegrenzt sein in der Länge, es gibt sogar Filme die sind über dreißig Minuten lang.
00:07:33: Es gibt auch viel kürzere die vielleicht nur zwei Minuten sind aber grundsätzlich ermöglichtes viele Star zu stellen und insofern erweckt das den Eindruck dass es sehr objektiv ist was hier dargestellt ist.
00:07:49: wie bei allen Medien ist es trotzdem ein Ausschnitt der dargestellt wird.
00:07:54: Es ist niemals möglich, alle Aspekte der Polizeiarbeit darzustellen.
00:07:59: Und diese Entscheidungen fand ich sehr spannend zu analysieren was da gestellt wird und ausgelassen wird.
00:08:06: Das erlaubt uns auch Rückschlüsse auf möglicherweise unterbewusste Denkmuster in der Polizei.
00:08:16: Ja also finde ich es sehr spannend und ich frage mich dann halt weil aus der eigenen Forschung halt nicht zu vorstellen kann, wie geht man dann mit diesem Material um?
00:08:27: Also Sie haben ja dann diese Filme geschaut und hatten ganz okay in Deutschland gibt es zwanzig Filme.
00:08:34: Wie geht man denn vor?
00:08:36: also wie werdet man das aus rechtswissenschaftlich oder eben krimonologische Perspektive dann aus?
00:08:42: Ich habe sehr eine krimонologische Perespektive gewählt.
00:08:46: ich bin ja Rechtswissenschaftler und Krimonologe.
00:08:49: Da habe ich gesagt, ich mache wirklich mal einen krimiologischen Ansatz, einen sozialwissenschaftlichen Ansatz.
00:08:54: Das Juristische lasse sich mal möglichst außen vorschwingt vielleicht im Hinterkopf ein bisschen mit wie alle unsere Prägungen bei unserer Forschung mitschwingen.
00:09:05: und da gibt es verschiedene Methoden in den Sozialwissenschaften.
00:09:08: man könnte das zum Beispiel sehr streng quantitativ machen dass man sagt Wie oft wird dies und das gezeigt?
00:09:19: und danach irgendwelche Zusammenhänge statistisch auswerten könnte.
00:09:25: Ich habe mich für eine qualitative Analyse entschieden, das heißt ich habe mir mehr einfach mal explorativ geschaut.
00:09:33: welche Themen kommen vor?
00:09:37: ja wie wird Polizeiarbeit dargestellt?
00:09:41: Ja, weil die Polizei in der Schweiz ist sozialwissenschaftlich noch sehr wenig stark erforscht und für eine quantitative Analyse braucht man eigentlich schon ziemlich viel Literatur, die man dann zugrunde legen kann.
00:09:54: Weil man ja von Anfang an bereits wissen muss nach was schaut man jetzt?
00:09:59: Und ich wollte das ein bisschen offener angehen mal schauen was finde ich überhaupt?
00:10:04: welche Themen fallen mir auf?
00:10:07: Ich habe hier natürlich auch geschaut, was gibt es für Literatur dazu wie sich Polizeibehörden in anderen Ländern darstellen?
00:10:15: Das gibt es gerade in den USA und Kanada.
00:10:18: Sehr viel Forschung dazu auch in Deutschland gibt das teilweise Und habe mir dort mal geschaut.
00:10:25: Was haben die herausgefunden?
00:10:26: zwar war viele Forscher gesehen hat ja die Polizei will sich als Legitim Als Vertrauenswürdig darstellen in ihrer Kommunikation und habt ein Abo mir gesagt, gut mit dem fange ich mal an aber schaue was mir sonst noch noch auffällt.
00:10:46: In der qualitativen Forschung sind das dann sogenannte Codes die man erstellt.
00:10:50: Ich habe da verschiedene thematische Überthemen gemacht die mir aufgefallen sind welchen Themen das einordnen kann.
00:11:00: wir gehen nachher noch darauf ein und auch in diesen Codes untercodes semi-Underkapitel also man kann sich zum Beispiel Ich kann hier zum Beispiel ein bisschen vorgreifen.
00:11:12: Ein Aspekt, der dargestellt wird ist die Polizei als Verbrechensbekämpfer und da war das so ein Übercode und Untercodes waren dann welche Verbrechen eigentlich genau bekämpft werden?
00:11:26: Ich habe es in einem Programm kodiert d.h.
00:11:29: den Vivo für solche Analysen gemacht dass man genau mit Material da genau sagen kann an welchem Punkt Was gezeigt oder welcher Code bezieht sich, auf welchen Punkt gibt.
00:11:40: vielleicht auch Stellen an Videos die mehrere Punkte erfüllen.
00:11:44: Aber dann hat man nachher eine gute Übersicht und beim Schreiben kann man wieder zurückreferenzieren was habe ich für einen Code, das habe ich dort geschrieben?
00:11:53: Ich kann nicht belegen, was ich gesehen habe!
00:11:57: Ich hab alle Videos mindestens viermal geschaut und hab die Codes immer wieder überarbeitet.
00:12:04: also im Anfang sind wir einige Dinge aufgefallen wieder mit diesen kurz die anderen Videos geschaut, gemerkt ah das fällt mir dort auch auf.
00:12:12: Das fällt mir vielleicht noch etwas mehr auf und durch das mehrmalige Schauen wurde das immer dichter, immer genauer, ein Abbild wo ich gedacht habe doch dass deckt wirklich sehr viel von diesen Filmen ab.
00:12:29: Also dieser Prozess macht ja auch so viel Sinn, weil wenn man dann wie das Vorwissen hat von den anderen Videos.
00:12:36: Wenn man wie mehr gesehen hat kann man sich dann auch eher auf Muster achten die einem auffallen.
00:12:41: also es hat sich wahrscheinlich auch sehr natürlich ergeben.
00:12:44: in diesem Moment also so wie es sich anhört.
00:12:47: genau das ist ja eigentlich ein Vorgehen, dass wir aus unserem normalen Leben kennen.
00:12:52: Wenn Sie mit Leuten interagieren bilden sich Mussten sie erstellen Kategorien wo sie Handlungen oder Geschehnisse Zusammenhänge einordnen und das ist eigentlich ist es eine Kopie eines sehr natürlichen Prozesses.
00:13:07: Es wird einfach strukturierter gemacht und jetzt versucht das Transparenzer zu machen.
00:13:12: Nun...sir haben ja uns jetzt bereits glaube ich vorhin eben gesagt eine, dass man eigentlich immer
00:13:22: auch
00:13:23: von den eigenen Prägungen beeinflusst wird.
00:13:27: Nun könnte ich natürlich jetzt sagen ja gut aus meiner eigenen Erfahrung kann ein Thema das um die Polizei geht auch politisch aufgeladen sein muss es vielleicht nicht aber wie haben sie da eben sichergestellt?
00:13:49: Egal ob das jetzt so ist oder nicht, aber dass die ihre Arbeit immer noch wissenschaftlich und neutral blieb.
00:13:58: Das finde ich eine sehr wichtige Frage.
00:14:00: Ich denke vollständig neutral ist.
00:14:06: gerade qualitative Forschung kann es nicht sein!
00:14:11: In den Rechtswissenschaften habe noch ein nicht so stark ausgeprägtes Verständnis dafür.
00:14:17: Ich denke die Sozialwissenschaften sind meines Erachtens da bisschen weiter, dass man sagt Man ist ja selber das Erhebungsinstrument ich kodiere das Ja!
00:14:28: Ich sehe was ich als wichtiger achte.
00:14:32: Das schreibe ich auf Da spiele ich natürlich eine Rolle mit drin.
00:14:37: Ich stehe dann ja auch mit meinem Namen oben drauf, also wenn man weiß von dem es kommt.
00:14:42: Und es gibt natürlich Aspekte, mit denen man diesen Prozess wissenschaftlicher gestalten kann.
00:14:48: Gerade in der qualitativen Forschung hat man sich viel dazu überlegt.
00:14:52: ich habe zum Beispiel zu Beginn der Arbeit versucht meine eigene Position aufzuschreiben auch auch zu reflektieren das auch dann weiterzuentwickeln also immer wieder aufzuscheiden.
00:15:04: wie hat sich das verändert so dass ist sicher für mich transparent war oder transparenter wurde, was für Vorurteilen gehe ich hier rein und wie könnten die das beeinflussen?
00:15:17: Ich habe auch meine Kodierungen mit Kollegen aus verschiedenen Hintergründen diskutiert.
00:15:24: Und generell habe ich versucht in der Arbeit transparent darzustellen, wie ich Entscheidungen getroffen habe.
00:15:32: Was ich auch versuchten habe ist die Beschreibung Themen die mir darin aufgefallen sind, die sehr streng zu trennen von meiner Analyse.
00:15:44: Es macht die Arbeit teilweise vielleicht ein bisschen schwerfällig zu lesen weil ich über sehr lange Zeit wirklich einfach darstelle.
00:15:51: das fällt mir ab und ich komme erst zum Schluss zu der Analysee.
00:15:55: aber mir war es sehr wichtig dass man nachvollziehen kann auf welcher Stufe passiert was meine meiner Darstellung und dann, wenn man es danach kritisieren will kann man das auch einfacher auf den verschiedenen Stufen machen.
00:16:10: Man kann zum Beispiel sagen hier haben sie etwas falsch dargestellt oder eine andere Stufe ist hey Sie haben das falsch analysiert.
00:16:20: aber durch die Trennung wird das eben wird das transparente und es ist auch nochmal klar, dass ein Analyseprozess ist wo meine eigene Wahrnehmung natürlich extrem stark mit hineinspielt.
00:16:38: Kommen wir doch nun ein wenig weg vom Prozess und hin zu den Resultaten die sie eben wie bereits erwähnt dann in ihrer Arbeit auch aufgearbeitet haben.
00:16:51: Und um diese zu präsentieren, weisen Sie wie auch schon erwähnt die Tätigkeiten denn die Polizei in diesen Filmen nachgeht im Kontakt mit der Öffentlichkeit und auch außerhalb verschiedenen Kategorien zu.
00:17:06: Wie haben sie dabei ihre Arbeit aufgebaut?
00:17:10: Also welche Tätigkeitskategorie haben sie gebildet?
00:17:16: Ich habe das vorher schon kurz erwähnten.
00:17:18: so Kategorie, das ist vielleicht auch ein bisschen offensichtlich.
00:17:22: Dass sich die Polizei darstellt als Bekämpfer von Straftaten.
00:17:28: So eine zweite Kategorie, die ich gebildet habe, dass man sieht sehr viele Szenen wo die Polizei präventiv agiert und auch Leute aufklärt.
00:17:38: Auch positiven Kontakt hat mit der Bevölkerung.
00:17:41: Und eine dritte kategorie die ich gebildete habe, da stellt sich die Polizei ohne Kontakt mit einer Bevölkerung dar sei das zum Beispiel alles Familienmenschen oder sei das in der Aus- oder Weitobildung.
00:17:56: Ich fand es bereits sehr interessant, dass es diese Vielfalt gibt und auch das fast alle der untersuchten Polizeikorps diese vielfalt darstellen.
00:18:07: Es ist zum Beispiel bereits ein Unterschied zu Polizeikorps in Nordamerika, da gibt es zum Beispiel Studien aus Kanada wo die Polizeiarbeit teilweise auch einfach als Akschen geladene Verbrechensjagd dargestellt wird und andere Aspekte komplett ausgeblendet werden.
00:18:24: Nun, das ich mich natürlich erst die Frage, welche Verbrechen bekämpft die Polizei da in diesem Imagefilm?
00:18:32: Und wie werden diese dargestellt?
00:18:36: Also die meist dargestellte Straftat, die ich gefunden habe – das sind Straßenverkehrsdelikte….
00:18:42: Man muss sagen, sie werden jetzt nicht großen Länge dargestellt, aber die Mehrheit der Filme in denen kommen Straßenverkehrste liegte vor.
00:18:54: Das ist dann.
00:18:54: oft gibt es eine Radarmessung vielleicht wird gleich eine Puse ausgestellt, Aber das ist relativ seg wird das abgehandelt.
00:19:03: Danach und das fand ich sehr spannend werden vor allem Einbrüche- und Raubüberfälle dargestellt teilweise auch andere physische Gewalt.
00:19:14: Diese Darstellung ist dann oft sehr viel länger, das nimmt in gewissen Fällen fast die gesamte Dauer ein und auch sonst ist es nicht ein sehr kurzer Prozess.
00:19:25: Nun ich habe mir diese Filme, die jetzt noch öffentlich zugänglich einsehbar sind, auch noch angeschaut und habe sie dann auch festgestellt ja gut also das macht ja wenn man sich vergeset hat dass es Imagefilme sind Auch Sinn, aber in diesen Filmen gelingt es der Polizei ja scheinbar eigentlich immer die Straftaten aufzuklären und die TäterInnen zu fassen.
00:19:53: Welche Faktoren präsentiert die Polizei dabei als Zentrale?
00:19:58: Ich möchte etwas korrigieren.
00:20:00: also es gibt auch Filme wo die Aufklärung nicht gezeigt wird.
00:20:05: Misserfolge werden habe ich nie gesehen.
00:20:10: Ja, teilweise versandert es auch.
00:20:11: Es wird nur die Straftage gezeigt und dann nicht die Aufklärung.
00:20:17: Die Polizeikor zeigen verschiedene Erfolgsfaktoren oder ich habe verschiedene Ervolksfaktore ausgemacht.
00:20:23: Eins ist das sie sehr gut im Team arbeiten Auch dass sie sehr schnell sind.
00:20:29: also teilweise befragen sich die Opfer noch während diese Bluten am Straßenrand sitzen Und sie haben extrem viel technische Ressourcen.
00:20:36: Also man sieht extrem viele Abstriche mit Wattestäbchen, Klebefolien die Fußabdrücke sichtbar machen.
00:20:44: also diese technische Komponente wird sehr stark betont.
00:20:50: Es werden auch oft Verhaftungen gezeigt.
00:20:52: Dort fand ich es sehr spannend und dort gab's wie eine Trennung in zwei Arten von Filmen.
00:21:00: In der einen sind diese Verhaftung ziemlich actionreich.
00:21:05: Ja, ich würde sagen die Straftäter werden ziemlich gefahren ausgesetzt.
00:21:10: Es werden da Spezialteams eingesetzt in die Häuser stürmen es gibt Polizeihunde die Personen beißen.
00:21:19: es werden auch Fluchtfahrzeuge den werden die Reifen zu stören die Prallen dann zum Beispiel gegen eine Böschung dort.
00:21:28: das Gegenstück darin ist dass oft auch die Stoftäter als sehr gefährlich gezeigt werden.
00:21:36: Die greifen zum Beispiel Personen aus der Bevölkerung mit Messern an, die schießen wenn sie verfolgt werden und die schiessen auf die Polizei.
00:21:44: erstens ist dort auch wirklich es wird als sehr gerechtfertigt dargestellt dass man da alle Mittel einsetzt weil die Straftaten sind auch sehr gefährlich.
00:21:54: in der anderen Hälfte der Filme fand ich die Verhaftungen Ja, etwas feiner dargestellt.
00:22:02: Es waren dort vielleicht eher taktische Manövo die gebraucht wurden.
00:22:05: es wurde zum Beispiel werden Personen in eine Sackgasse gelockt Sie wurden umzingelt oder sie ergaben sich weil sie Erkannten dass ein Widerstand sowieso zwecklos wäre.
00:22:18: Ich fand auch ich habe dann bisschen versucht einen Muster auszumachen Auch dort gäbe vielleicht noch andere Muster die ich nicht erkannt habe.
00:22:26: aber was ich spannend fand das oft städtische Polizeikor die oft oder ein möglicher Zusammenhang wäre, dass sie auch eine linkere Veloschaft haben.
00:22:38: Dass diese feineren Maßnahmen setzten und Polizeiko aus ländlichen Regionen, die setzen mehr auf diese erste Kategorie.
00:22:50: Also so mehr auf das actionreichere Allemittel nutzen um die gefährlichen Verbrecher zu erwischen?
00:22:56: Genau!
00:22:58: Okay, sehr spannend.
00:23:00: Und Sie haben ja auch bereits erwähnt dass wir in den analysierten Filmen die Polizistin ein großes Spektrum an Aufgaben verfolgen nicht nur die actionreiche Verbrecherjagd sondern auch viel präventiv Arbeit.
00:23:16: Wie sieht denn die Prävention von Straftaten in diesem Imagefilm konkret aus?
00:23:22: Also wie muss man sich das vorstellen?
00:23:26: Also es gab einen großen Fokus auf Patrouillentätigkeiten.
00:23:31: Ich denke, das macht ja auch Sinn weil es ist sicher sehr visuell darstellbar und das ist auch so das gemeine Bild dass man von der Polizei hat.
00:23:41: Ich fand es sehr spannend, dass das oft in so ein sehr erkennbares lokales Setting eingebettet war.
00:23:47: Also in Bärenradeln zum Beispiel die Polizistinnen vor dem Zitglockenturm durch in Basel patrouillieren sie am Rhein man sieht die mittlere Brücke und das Münster im Hintergrund.
00:24:00: In St.
00:24:01: Gallen ist gerade Alpabzug da sieht man die Kühe über die Straße laufen.
00:24:06: also es ist oft sehr erkännbar lokal.
00:24:10: Ein anderer Teil der Präventionsstätigkeit ist so eine Sensibilisierung der Bevölkerung.
00:24:18: Das wird auch oft gezeigt, zum Beispiel werden älteren Personen gezeigt wie sie sich dagegen wehren können das ihr Pin ausgespelt wird.
00:24:27: es werden Hausbesitzende werden beraten wie Sie ein Haus einbruchssicher machen können.
00:24:33: also es wird so verschiedene Aspekte der Sensibilisierung gezeigt
00:24:40: und Sie haben ja jetzt bereits erwähnt, dass die Polizei in diesen Filmen oft mit der Bevölkerung interagiert.
00:24:48: Also wie sieht denn dieser Moment der Interaktion aus?
00:24:53: Wie laufen diese Sensibilisierungen und wie reagieren auch die dargestellten Personen auf diese Begegnungen mit der Polizei?
00:25:03: Ja ich fand, die Polizei zeigt sich hier sehr als Landwirkungszeichenfreund und Helfer.
00:25:11: Ich habe das so ein bisschen noch mal versucht aufzudrücklich.
00:25:13: Es gibt so Helfende Interaktionen, eben es wird zum Beispiel Personen den Weg gezeigt.
00:25:20: Dann gibt es oft eine einen Fokus auf auf das zuhören.
00:25:25: Also in dem Beispiel dass ich erwähnt habe von der Regionalpolizei Lenzburg Wird sehr lange einer Person zugehört wird aufgeschrieben was sie sagt.
00:25:35: Die Kantonspolizeie Bern setzt das zb um indem Sie den ganzen Film so gestaltet, dass Personen aus der Bevölkerung ihre Vorstellungen Wünsche über die Polizei äußern können und sie dann das beantworten mit dem Imagefilm.
00:25:53: Und was es auch Szenen gibt wo die Polizei einfach positiv interagiert da werden zum Beispiel Selfies gemacht.
00:26:01: Auch die Leute sind extrem glücklich Es werden Kleber an Kinder verteilt Eine Obstverkäuferin hat einen Schwarzmitterpolizei.
00:26:10: also einfach so positive Interaktionen.
00:26:15: Und außerhalb des Kontaktes mit der Bevölkerung, also welchen Tätigkeiten geht dann die Polizei nach, wenn sie gerade nicht mit der Bevölkerung spricht?
00:26:26: Ja ich habe das vorher schon kurz erwähnt.
00:26:28: es gibt da einerseits einen großen Fokus auf Aus- und Weiterbildung.
00:26:33: Es gibt zum Beispiel auch Filme die so den Polizei aspirant innen folgen bei ihrem ersten Einsatz und danach wieder gezeigt wird, was haben die gelernt?
00:26:44: Oder wo er gesagt wird, mein Kollege muss gerade noch ins Schießtraining.
00:26:50: Andere Aspekte sind die Darstellung der PolizistInnen als... Menschen, also man sieht immer wieder Szenen wo sie im Kreise ihrer Familie sind oder wo sie ein Bild anschauen das mutmaßliche Kind gemalt hat.
00:27:04: Man sieht sie auch in zum Beispiel einer Fastnachtklicke, man sieht sie Joggen in der lokalen Umgebung.
00:27:16: ja solche Aspekte und ich fand einen weiteren Aspekt den ich sehr spannend fand ist es oft auch Unsicherheiten und Emotionen dargestellt werden.
00:27:25: Es gibt da zum Beispiel eine Polizistin, die sagt ja bei solchen Einsätzen hatte sie Tränen in den Augen aber sei okay auch für eine Polizzistin oder andere sprechen über emotionalen Unsicherheiten ob sie diesem Job gewachsen sind.
00:27:40: Das fand ich sehr spannend.
00:27:40: wieder so ein sehr anderes Bild dargestellt wird das zb in Nordamerika wo es ja bei diesen Actionfilmen auch oft so Rambo Typen dargestellt werden und hier wird werden oft sehr viel weichere Seiten auch gezeigt.
00:27:58: Ich finde es sehr spannend, Sie haben uns jetzt einen sehr guten, ich finde sehr spannend überall die Themen in den Image-Felmen gegeben.
00:28:07: nun in Ihrer Arbeit analysieren Sie die Filme als Ausdruck von und Möglichkeit der Reproduktion der.
00:28:15: sie nennen das symbolischen Macht der Polizei.
00:28:19: was meinen Sie genau damit?
00:28:21: Ja
00:28:22: Normalerweise stellt man sich ja die Wege, über die die Polizei macht ausübt.
00:28:30: Vielleicht physisch vor, also dass man sagt Ja sie hält jemanden physisch davon ab etwas zu tun Sie bringt jemandem physisch dazu mitzukommen.
00:28:44: zum Beispiel Das haben in den neunziger Jahren dann Forscher aus England Insbesondere um Ian Loder, der auch ein Professor von mir in Oxford war, haben begonnen und gestützt auf Arbeiten von Pierre Bourdieu versucht auch andere Arten der Macht aus Übungen durch die Polizei zu skizzieren.
00:29:08: Und eine dieser Machtfonds ist eben die symbolische Macht.
00:29:11: Darunter versteht man die Möglichkeit moralische Bedeutung zu produzieren, Werte, Wahrnehmungen und Glaubenssätze von Personen zu beeinflussen ohne dass das jetzt notwendigerweise überhaupt bemerkt wird.
00:29:27: Denn – das haben die Forscher in England festgestellt, die Polizei vermittelt den Menschen oftmals das Gefühl von Stabilität und Zugehörigkeit und gibt vielen Menschen das Gefühl, dass jemand für sie sorgt.
00:29:44: So ein Zitat, das sehr resoniert hat mit mir ist das folgende Polizistin macht es möglich für die Menschen, dass der Powerfuß für gute Stands zwischen ihnen und einer armen Welt ist.
00:29:58: Dass das Staat sich umfassend und ablehnt, ihre Zitizen zu verteilen.
00:30:02: Also dass die Polizei durch die symbolische Macht ermöglicht, dass Menschen das Gefühl haben, eine gute Kraftziehe für sie einsetzt.
00:30:15: Ein anderer Aspekt der symbolischen Macht, da gehen wir dann später noch darauf ein.
00:30:24: Es ist vielleicht auch das darüber auch bisschen ja bestimmt werden kann wer gehört zu einer Gesellschaft dazu und wer nicht?
00:30:33: Das können wir dann spättern noch diskutieren.
00:30:36: Und jetzt kommen wir so generell zur Verwendung von Medien durch die Polizei.
00:30:41: Ist natürlich ein Punkt dass diese symbolische Macht nicht einfach so entsteht.
00:30:47: Auch bei der physischen macht wird ja trainiert, da gibt es irgendwie eine körperliche Ausbildung oder eine taktische Ausbildung auch dort.
00:30:56: Sondern auch diese Symbolik muss irgendwie kultiviert werden.
00:31:03: und jetzt diese Musse die ich vorbeschrieben habe eben dass die Polizei einen beschützt.
00:31:06: das kann man natürlich darüber auch produzieren wie die Polizei im direkten Kontakt auftritt ob sie dort freundlich ist.
00:31:14: aber die meisten Personen haben sehr wenig Kontakt mit der Polizei.
00:31:20: Sie haben aber trotzdem das Gefühl, dass sie von dieser beschützt wird.
00:31:24: Und dort sagt die Literatur bei dieses Bild sehr viel stärker durch die Medien geformt.
00:31:29: Das kann natürlich auch ganz unabhängig von der Polizei passieren, dadurch Krimis... Aber auch die Polizei selbst gestaltet eben dieses Bild aktiv mit sei es durch Medienauftritte den eigenen Social Media Auftritt oder auch Imagefilme Und darum fand ich dieses Konzept eigentlich sehr spannend, um diese Filme zu analysieren.
00:31:51: Ja finde ich auch und eben auch mit diesen Ausführungen die Sie jetzt gemacht haben aus der Forschung aus England.
00:32:00: nun ich frage mich jetzt ja gut welches Bild möchte denn die Polizei von sich in der Öffentlichkeit vermitteln?
00:32:06: Lasst sich das aus Ihrer Arbeit heraus kristallisieren und werden dann neben diesem Sie haben zuletzt auch eben diese positive Aspekte angesprochen, aber werden auch die vielleicht negativen oder teils auch problematischen Seiten einer Polizeiarbeit beleuchtet in diesen Filmen.
00:32:29: Also zuerst mal es wird ein sehr breites Bild der Polizeiararbeit gezeigt.
00:32:33: Es sind nicht nur Verbrechensjagdnige gezeigt und sonst wird wirklich eine Palette gezeigt.
00:32:40: Das finde ich grundsätzlich auch sehr lobenswert.
00:32:45: Spannend finde ich eher, was zum Beispiel nicht abgedeckt wird.
00:32:50: Ich würde die Filme nämlich schon so lesen dass mich denkt das Bild der Polizei damit positiv beeinflusst werden soll weil jetzt kontroverse Seiten der Polizeiarbeit so zb Kontrolle von People of Color oder auch Umgang von Personen mit psychischen Erkrankungen Wo ich jetzt sagen würde, das sind beides so Aspekte die auch medial kritisiert wurde wie die Polizei.
00:33:18: Das macht es wurde beides überhaupt gar nicht gezeigt in den Filmen.
00:33:24: Gleichzeitig da nehme ich jetzt wieder Bezug auf das Konzept der symbolischen Macht was ich vorhin erwähnt habe Habe schon das Gefühl dass die die Polizei ein Bild von sich vermitteln will als als powerful force Die zwischen der Bevölkerung und einer gefährlichen wilden Welt steht.
00:33:47: Ich finde es werden immer wieder Gefahren stark betont, ich habe vor erwähnt einige Stellen Straftäterin explizit als sehr gefährlich da.
00:33:57: aber auch sonst fand ich es sehr spannend dass der Raub so oft dargestellt wird.
00:34:03: über eine vierzig Prozent der Core die ich untersucht habe stellen Raub in ihren Filmen.
00:34:10: Aber wenn man jetzt die polizeiliche Kriminalstatistik anschaut, dort sind nur Nullkomma drei zwei Prozent der polizeilich registierten Delikte sind Raubdelikte.
00:34:23: Es gibt auch sonst noch Darstellungen von der Bereite von Gefahren, die entstehen können.
00:34:30: Die Polizei wird auch gezeigt wie sie Schlangen einfängt und Öl ex bekämpft.
00:34:35: Das ist wirklich so eine breite Angefahr dargestellt für die es die Polizei braucht, um diese zu bekämpfen.
00:34:45: Gleichzeitig dient mich das durch die sehr effiziente Handlungsweise, die dargestellt wird, dass damit eben gerade unter Beweis gestellt werden soll, dass es genau die Polizei ist, die fähig ist diesen Gefahren zu begegnen und dass die Polizei da notwendig ist.
00:35:05: Darüber hinaus würde ich aber
00:35:06: auch
00:35:08: sagen, dass die Filme betonen dass das Handeln der Polizei legitim ist und vertrauenswürdig.
00:35:15: Wenn man jetzt auch so die Literatur anschaut zu Legitimität, sieht man, dass man oft die Polizei als Legitime ansieht wenn sie professionell und effizient handelt, wenn sie freundlich fair, respektvoll ist und wenn sie als menschliche und Teil der lokalen Bevölkerung erachtet wird.
00:35:38: Dort dünkt es mich schon, dass diese Filme das sehr stark widerspiegeln.
00:35:42: Zum Beispiel auch durch die Einbettung in lokale Vereine über die gezeigten Emotionen.
00:35:46: eben sind auch Menschen nicht irgendwelche abgehobenen Leute sondern sind Menschen wie du und ich.
00:35:54: oder das habe ich vorgleich noch nicht erwähnt.
00:35:56: aber was ich sehr spannend fand ist das sehr oft gezeigt wird wie die Polizei In der Pause ist und dann in der Pause kommt ein Notruf.
00:36:05: Und dann gehen sie sofort dahin, also das ist so ein oft gezeigtes Bild.
00:36:10: Ich muss am Schluss wirklich fast lachen dass es schon wiederkommt!
00:36:14: Und ich glaube ja auch dort das zeigt so eine gewisse Aufopferungsbereitschaft.
00:36:18: man unterbricht sogar die eigene Pause um Menschen zu helfen.
00:36:25: Nun wahrscheinlich ist es ja auch... Wahrscheinlich da sollte ich versucht zumindest mir das im Hinterkopf zu behalten.
00:36:31: Das ist ja eben bewusst Imagefilme sind und das natürlich ist dann auch klar ist welche Sachen, dass hier dargestellt wird.
00:36:38: Und wie diese Filme oder welche Kommunikation diese Filmen verfolgen?
00:36:43: Dass es wahrscheinlich eben häufig, wie Sie gesagt haben positiv konnotiert ist.
00:36:48: Aber natürlich ist es dennoch interessant, wie sie das sehr detailliert gemacht haben was überhaupt kommuniziert wird.
00:36:55: Genau vielleicht kann ich da gleich einhaken Das finde ich ja spannend, dass jetzt die Polizei sich eben als legitim, als notwendig, als vertrauenswürdig darstellen will.
00:37:08: und es gibt ja auch andere positive Aspekte die man vielleicht darstellen könnte.
00:37:12: Seitens ein sehr sparsamer Umgang mit Steuerngeldern der vielleicht über das effiziente Handel schon auch abgedeckt wird.
00:37:22: aber sonst werden immer wieder Kosten und Mühe nicht gescheut in den Filmen um jetzt zum Beispiel Straftäter zu fassen So dass es auch auf die Fokussierung welche positiven Aspekte dargestellt werden, dass das eine spannende Erkenntnis ist.
00:37:41: Auf jeden Fall!
00:37:43: Nun in der Schweiz ist die Polizei bei der primären Sache der Kantone.
00:37:50: Welche Rolle spielt ihr nach?
00:37:53: Die dominierenden politischen Ausrechnungen des jeweiligen Kantons bei der Wahl der Thematik dieser Filme?
00:38:02: Ja, das ist eine sehr gute Frage die ich finde auch noch eine Differenzierung erlaubt.
00:38:08: Ich habe gesagt fast alle Filme zeigen eine relativ breite Palette an Aufgaben der Polizei.
00:38:15: wenn man jetzt Abo eben anschaut ob es ja vielleicht städtische Polizeikorps sind oder eholändliche.
00:38:25: Ich hab das auch noch versucht ein bisschen links rechts anzuschauen mit den Wahlergebnissen in die Parlament aber es Ja, sehr ähnlich weil natürlich die städtischen Polizeikorn aus einer Region stammen die in der Regel sehr viel Linke geprägt sind.
00:38:40: Ja dort zeigt sich das jetzt die Polizei aus den eher ländlichen Regionen dass sie oft stärkeren Fokus auf Verbrechensbekämpfung legen und die Städtische Polizeikord dass die mehr Prävention und Interaktion mit der Bevölkerung zeigen.
00:39:02: Ich denke, das kann man vielleicht damit erklären und ich habe es versucht damit zu erklären.
00:39:07: Dass die Forschung gezeigt hat dass bei konservativeren Personen eine stärkere Furcht vor Kriminalität besteht.
00:39:15: Und dass daher dann ein stärker Fokus auf die Kriminalitätsbekämpfung in solchen Kantonen auch dem entspricht was man von der Polizei erwartet.
00:39:32: Ja, gefährlichere Manöver zum Fassen von Straftäterinnen gezeigt werden.
00:39:41: Und auch dort gibt es Forschung die sagt ja konservativere Personen akzeptieren mehr Gewalt durch die Polizei weil sie es öfters als Legitime achten.
00:39:53: also auch dort denke ich kann man das analysieren dass vielleicht in verschiedenen Regionen versucht wurde, auch für diese Bevölkerung ein legitimes Bild zu produzieren.
00:40:08: Sie sind natürlich nicht total stichfest dieser Analyse.
00:40:12: Das ist einfach ein Erkläransatz den ich versucht habe der meine Analysee noch stärkt hab' ich das Gefühl Und
00:40:24: in ihrer Arbeit unterscheiden sie auch neben den konkreten Tätigkeiten der Polizei, wer die Polizisten genau sind.
00:40:37: Die sozialstrukturellen Merkmale der dargestellten Personen und auch die Bevölkerung, die gezeigt wird Gemeint mit soziostrukturellen Merkwahlen sind dabei die Eigenschaften, die Rückschlüsse auf ihre soziale Stellung und Einbettung in die Gesellschaft zulassen.
00:40:58: Welche Muster haben sich denn in diesem Bereich bei ihrer Analyse herauskristallisiert?
00:41:04: Ja das hat mich sehr überrascht.
00:41:06: also ich hatte das Thema zuerst gar nicht auf dem Schirm.
00:41:09: Ich habe wirklich gedacht ich fokussiere mich auf die Polizeiarbeit.
00:41:15: Und dann hat man jemals gesagt, ja wir sehen denn die Leute aus.
00:41:18: Sind das jetzt vor allem People of Color?
00:41:21: Die dort als Verbrecher dargestellt werden.
00:41:25: Gibt es ja so diese Literatur, die sagt Ja es werden People Of Color viel stärker kontrolliert durch die Polizei.
00:41:34: Ich habe dann versucht mich ein bisschen stärker darauf zu achten.
00:41:37: Hat er wirklich versucht zu kodieren wer wird in welchen Rollen dargestellt?
00:41:41: Wer wird als Polizist dargestellt Täterinnen dargestellt, wer wird als Person dargestellt.
00:41:48: Den geholfen wird?
00:41:52: und
00:41:52: da habe ich gemerkt es stimmt gar nicht dass für allem People of Colour als TäterInnen dargestellt werden sie nämlich auch vor allem weiße Personen.
00:42:05: spannend fand ich auch vor allen schweizerdeutsch sprechende personen die als täterin dargestellt.
00:42:12: Ich habe da noch ein bisschen weiter überlegt, eben ich habe noch diese anderen Personenkategorien kodiert und dann aber gemerkt eigentlich sind in allen diesen Personengruppen nur weiße Personen die Schweizerdeutsch sprechen.
00:42:30: Wenn People of Color vorkam waren das halt wirklich relativ klar Touristinnen.
00:42:36: also gab es so eine Szene Bahnhof Interlaken, wo zwei asiatische Personen die wirklich ... Ich fand sie sehr touristisch dargestellt.
00:42:45: Die noch mit der Karte in der Hand, die dann einen Polizisten nach dem Weg fragen.
00:42:51: Wenn es mal nicht schweizerdeutschsprachige Personen gab waren die vor allem im Film der Kantonspolizei Bern dargestellt, wo ja auch französischen Amtssprache sind.
00:43:01: das waren dann französe sprachige Personen Ja... Das fand ich dann wirklich spannend so diese generelle Betonung von weißen Personen und die Schweizerdeutsch sprechen.
00:43:15: Was ist denn die Relevanz des Schweizer Deutschen hierbei?
00:43:20: Ja, da gibt es Forschung aber das kennen wir ja auch ein bisschen aus unserer Lebenserfahrung wenn wir in der Schweiz leben dass jetzt Kenntnisse des Schweizedeutschen gelten oft bis hin als Indikator ob man wirklich dazu gehört guter Schweizer, eine gute Schweizerin in Anführungszeichen ist.
00:43:44: Ja ich denke ohne Beherrschung des Dialektes oftmals ja zumindest bis zu einem gewissen Grad ist man nicht vollständig in die Schweizer Gesellschaft integriert und darum fand ich das eigentlich wichtig dass hier auch zu analysieren um zu sehen ob hier rüber auch zum Beispiel Exklusionsmechanismen wirken.
00:44:06: Ja, was ich hier dabei auch spannend fand.
00:44:08: Es gab einen Film der Kantonspolizei Nidwalden und da kam ein Polizist aus St.
00:44:14: Gallen vor, der dann in einem St.-Galler-Dialekt geredet hat.
00:44:18: Und den haben sie mit Nidvalder Deutsch untertitelt.
00:44:23: Sollte natürlich auch bisschen verlustig sein aber das bringt so etwas dem Kern der Sache... Ein bisschen auf den Punkt, nur wenn man wirklich den Dialekt oder am besten sogar wirklich den lokalen Dialekt spricht.
00:44:38: Nur dann gehört man so wirklich dazu und sonst ja ist man schon da aber halt nicht ganz.
00:44:47: Man gehört wie nicht ganz dazu.
00:44:48: so also stück ich mich auch noch hier.
00:44:51: einfach ein kurzer Einschub Ich habe erst gerade eine Arbeit darüber gelesen dass dieses Phänomen also das wir eben Schweizerdeutsche Sprechende Personen wirklich als Schweizer Reden, das geht sogar so weit bis ins Hochdeutsche.
00:45:06: Also wie wenn SchweizerInnen Hochdeutzsprechen dann tun wir es ja auch nicht ganz genau wie die Deutschen und wie die Österreicher.
00:45:17: Und dass das dann auch in uns auslöst das Gefühl von Zusammengehörigkeit.
00:45:22: Deshalb ich fand es auch sehr ein spannender Respekt den sie da in ihrer Arbeit aufgenommen
00:45:27: haben.
00:45:29: Ja, ich schieße definitiv auch.
00:45:30: Und wenn wir noch ein bisschen weitergehen und die Verbindung wieder machen... Sie haben dann diese Beobachtungen aus den Imagefilmen, die kamen jetzt in diese Theorie der symbolischen Macht, die sie uns schon bereits erläutert haben, also diese Verbindung machen und zitieren dort den Kriminologen Ian Loeder.
00:45:53: Und ich habe hier ein Zitat von mir, das sich bereits ins Deutsche übersetzt habe.
00:45:57: Der in diesem Zusammenhang Folgendes beschreibt der Polizei auf die Öffentlichkeit aus.
00:46:25: und man kann jetzt vielleicht sich sogar fragen, na gut wer gehört nach diesen Filmen zur Gesellschaft dazu?
00:46:33: Ja ich finde das Zitat von Loder bringt den zweiten Aspekt des symbolischen Machten, den ich vorhin nur kurz angestimmt habe.
00:46:40: Gut zum Ausdruck.
00:46:42: eben Sie erlaubt es nämlich nicht nur dass Personen sich geschützt fühlen sondern darüber kann gleichzeitig auch bestimmt werden wer gehört dazu und wer nicht.
00:46:54: Klassischerweise wurden damit sogenannte Stop and Search Tactics in England analysiert, also so das grundlose Anhalten von Personen durch die Polizei.
00:47:06: Welche oftmals oder überproportional gegen schwarze Jugendliche aus ärmeren Vierteln gerichtet war.
00:47:14: und es wurde eben damit analysiert dass ja jetzt rein über diesen physischen Kontakt, dass sie angehalten werden.
00:47:26: Dass ihnen auch das Gefühl vermittelt wird, dass die nicht dazugehören.
00:47:31: Dass sie da in der Öffentlichkeit ausgestellt werden, dass darüber wie noch symbolisch viel vermittlet wird.
00:47:40: Jetzt bei diesen Filmen findet jetzt ja eben eigentlich kein Ausschluss von Minderheiten da weil die negativ dargestellt würden.
00:47:51: also wenn man sagt jetzt Änderditäterinnen wären in einer negativen Rolle, das sind ja keine Minderheiten die dort dargestellt werden oder nur sehr wenige.
00:48:03: Aber und das würde ich jetzt hier argumentieren ist eben diese selektive Inklusion im den Kreis der Personen, die einerseits als Polizistinnen angesehen werden andererseits als Personen die es wert sind unterstützt zu werden, die es Wert sind dass ihnen zugehört wird dass über diese selektive Inklusion auch ein symbolischer Ausschluss passiert und auch kommuniziert wird, wer gehört eigentlich zur Kerngesellschaft dazu?
00:48:39: Und wer nicht.
00:48:43: Ich möchte im Üben gar nichts sagen, dass ich sage, die Prozesse sind jetzt bewusst.
00:48:47: Das ist eher ein bewusster Ausschluss oder einen bewussten selektiver Einschluss.
00:48:52: Ich denke das können vielleicht unterbewusste Prozessen sein, sie da ablaufen.
00:48:59: Aber ein gutes Beispiel fand ich an der Filme der Kantonspolizei Solothurn.
00:49:08: Die haben den generell so strukturiert, dass Leute einfach erzählen was... beschäftigt sie im Sicherheitsbereich im Alltag.
00:49:20: Und da gibt es eine Frau, die spricht wirklich sehr lange über die Beziehung zwischen den Asylbewerbenden, die im lokalen Asyl-Bewerbendenheim wohnen und der lokal in Bevölkerung.
00:49:32: Sie spricht sich auch für die AsylBewerbende aus aber gleichzeitig laufen im Hintergrund von ihr laufen viele Personen, die ich als Asyl bewerbend wahrgenommen habe sind Schwarze eher junge Männer.
00:49:49: Und um deren Meinung, die wird kein einziges Mal abgefragt.
00:49:54: Das ist wirklich nur die Frau, die an ihrer Stelle spricht und dort fand ich es sehr ja einleuchten dass das sehr klar signalisiert wird.
00:50:02: eure Meinung interessiert uns weniger als die der weißen.
00:50:07: frau.
00:50:10: Ja finde ich einen sehr spannenden und eindrückliches Beispiel was sie hier gerade genannt haben.
00:50:14: nun Denkt sie also, spiegelt die dargestellte Bevölkerung in diesen imagerymten Polizei.
00:50:23: Die gesellschaftliche Vielfalt der Schweiz angemessen da?
00:50:26: und mir ist klar dass man es natürlich auch darüber diskutieren könnte ob das überhaupt gemacht werden muss oder nicht aber einfach so wie Sie es beobachtet haben allein durch jede Studie.
00:50:39: Was denken Sie hierzu?
00:50:41: Ja ich denke die Frage ist schwierig zu beantworten.
00:50:45: Es gibt in der Schweiz ja keine Statistiken, indem jetzt die Hautfarbe oder die Ethnie von Personen erhoben wird.
00:50:52: Es gibt Umfragen zu Diskriminierungserfahrungen, die zeigen dass siebzehn Komma Sechs Prozent aller Personen Diskriminierung erfahren aufgrund ihrer Hauptfarbe gemacht haben und neunundzwanzig Komma Eins Prozent aufgrund Ihrer Sprache.
00:51:08: Ich denke die Zahlen sind sicherlich ein bisschen mit Vorsicht zu genießen.
00:51:12: kann auch sein das zum Beispiel eine französisch sprachige Person deutsch-schweißen Diskriminierungserfahrung gemacht hat oder das.
00:51:19: es kann umgekehrt auch sein, dass eine Persian of Color Diskriminierung nicht gemacht hat und sie nicht wahrnimmt.
00:51:29: Insofern sind sicher keine absoluten Zahlen.
00:51:32: aber wenn man jetzt rein diese Zahlen nimmt denke ich ist sicher eine eine untere Präsentation der dargestellten Personen.
00:51:44: ja wenn wir das jetzt zum Beispiel Diese Zahlen mit den dargestellten Personen vergleicht werden zum Beispiel über ninety-fünf Prozent der unterstützten Personen sind weiß.
00:51:57: Fast neunzig Prozent sprechen Schweizerdeutsch, also das ist da eine deutlich höhere Zahl als Person die keine Diskriminierungserfahrungen aufgrund dieser Merkmale gemacht haben.
00:52:12: auch bei den Polizistinnen sind alle außer einem den ich als Assistenzpolizistin gelesen habe, weil er öffnet einfach nur eine Tram-Tür für Personen.
00:52:21: Alle anderen sind weiß was alle sprechen.
00:52:25: Schweizerdeutsch gibt teilweise Erzählerstimmen von Polizisten die dann Hochdeutsche sprechen.
00:52:30: aber ich denke bei Erzählstimmen ist das Hochdeutschach in der Schweiz akzeptiert und dass man das macht.
00:52:37: Und darum dünkt mich das schon eher ne untere Präsentation sprachlicher ethnische Minderheiten gibt in diesen Filmen.
00:52:49: Spannend!
00:52:50: Andere
00:52:51: Studien, welche sie auch in ihrer Arbeit genannt haben finden ja Polizeikorps die Minderheiten in ihrer Kommunikation
00:53:01: gezielt
00:53:02: überrepräsentieren.
00:53:05: Sie finden hier in dieser Studie genau das Gegenteil.
00:53:09: Woran liegt das?
00:53:13: Ja, das ist eine gute Frage.
00:53:14: ich könnte mir vorstellen dass es auf verschiedene Diskurse in den verschiedenen Regionen zurückzuführen ist.
00:53:22: Die anderen Studien beziehen sich auf Nordamerika, wo ich denke da gibt es einen deutlich stärker ausgeprägten Diskurs zum Thema Umgang der Polizei gerade mit schwarzen Männern und das ich mir vorstellen kann dass dort ein Bedürfnis da war in den Filmen gerade zu zeigen, nein wir inkludieren diese Personen die sind Teil von uns.
00:53:50: Wir sind da nicht rassistisch und ich denke auch nicht dass es in der Schweiz jetzt unbedingt aktive Entscheidungen waren bewusst jemanden auszugänzen.
00:54:02: aber ich denke so es herrscht in der schweiz schon ein bild vor Rassismus gibt es bei uns nicht.
00:54:10: auch unterbewussteres ist muss gibts bei uns nichts wie sie hier sehr gleich Vielleicht weil dieser Diskurs fehlte, dass sich dann auch in der Umsetzung der Filme nicht das Bedürfnis so stark da war Minderheiten stärker zu inkludieren.
00:54:30: Nun vielleicht wenn wir zum Schluss kommen würde es mich persönlich schon noch interessieren für staatliche Sanden braucht es ja gemäß dem Legalitätsprinzip grundsätzlich eine gesetzliche Grundlage und Meine Frage, bis ich eigentlich von Beginn an als ich hier das Studie gelesen habe gestellt hat ist in welchem Aufgabenbereich des Staates fällt das Drehen von nicht-kommerziellen Filmen mit dem Fokus auf die Polizei?
00:55:01: Oder könnte man es vielleicht sogar sagen.
00:55:03: Na gut!
00:55:03: Es gibt vielleicht sogar eine rechtliche Pflicht, die Bevölkerung in diesen Filmen oder überhaupt die Bevölkerungen eher vielfalt darzustellen.
00:55:13: Das ist eine gute Frage.
00:55:17: Also ich habe mich im Artikel nicht damit auseinandergesetzt, es ist ja wirklich eigentlich ein klinologischer Artikel.
00:55:24: Sonst bewege ich mich auch eher im Strafrecht, aber ich denke das Drehen der Filme stellt einen Realakt dar und es ist hier auch nicht ein Akt, der in Grundrechte von Privaten eingreift.
00:55:41: Ich denke darum ist nicht wirklich eine detaillierte Norm notwendig, um das hier zu erlauben.
00:55:49: In gewissen Kantonen
00:55:51: gibt
00:55:52: es, ja gibt es Norm in den Gesetzen, sei das ein Polizeigesetz, sei dass in einem generellen Gesetz gibt's Norm, in denen gesagt wird die Polizei oder die Verwaltung darf und muss über ihre Tätigkeit informieren.
00:56:10: Und ich denke man könnte das auch daraus ableiten aus den generellen Aufgaben der Polizei, dass sie dafür ja auf ein gewisses Vertrauen in die Bevölkerung angewiesen ist und wie für die Verbrechensbekämpfung darauf angewiesen ist, dass man das daraus ableiten kann.
00:56:29: Ich denke auch nicht unbedingt, dass es eine rechtliche Pflicht gibt.
00:56:35: also ich denke die Behörden müssten sachlich bleiben solchen Filmen.
00:56:39: Sie können Fantasiewelt darstellen, aber es ist klar dass in jeder Kommunikation gewisse Entscheidungen getroffen werden welche Ausschnitte gezeigt werden und solange das insgesamt In einem sachlichen Rahmen bleibt denke ich ist es zulässig.
00:57:02: Ich denke auch Ja die Schwelle Dass man zu einer indirekten Diskriminierung kommen könnte Ist jetzt nicht erreicht weil die Vielfalt nicht dargestellt wird.
00:57:19: Was ich aber schon denke, das ist auch so ein bisschen meine Erwartung an die Mitarbeiter in aller staatlichen Behörden, ist dass sie den Anspruch haben ihre Arbeit möglichst gut zu machen, möglichst inklusiv.
00:57:36: und ja für mich gehört dazu auch der Anspruch, dass man keine Teile der Bevölkerung sei dies bewusst oder sei es auch wirklich unterbewusst oder implizit man diese nicht ausschließen möchte.
00:57:52: Das ist mein Anspruch, dass man das tut ganz abgesehen von einem einklackbaren Anspruch dazu und ich würde sagen, ich verstehe meine Arbeit ein bisschen auch dort in diesem Bereich eher so als Anstoß als jetzt als rechtliche Verpflichtung, dass sich da ein bisschen zeigen will, wo gibt es Verbesserungsmöglichkeit?
00:58:16: Wo gibt es vielleicht blinde Flecken um dann die Leute auch damit motivieren zu können, aus eigenem Anstoß Verbesserungen einzubringen und voranzutreiben.
00:58:28: Ja sehr spannend!
00:58:30: Dann sind wir am Ende dieser Rechtsfolger.
00:58:32: Stückelberger herzlichen Dank für ihre Zeit und diese Einblicke.
00:58:35: Vielen Dank für die Einladung.
00:58:37: Was zumindest für mich bleibt ist der Gedanke das diese Filme nicht nur zeigen wie sich die Polizei selbst sieht sondern eben auch wenn sie dabei mitdenkt und wer nicht.
00:58:48: Falls es Personen gibt, die diesen Artikel von der Stückelberger noch genauer lesen möchten was ich sehr empfehlen kann dann findet ihr alle den Link in den Show Notes.
00:58:58: Das war die Rechtsfolge der Podcast der rechtswissenschaftlichen Vakultät Trinusität Bern.
00:59:02: Wir danken wie immer fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!
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